In welchen Gebieten kann mediiert werden?

Gebiete

Berufliche Problemsituationen führen zu nachhaltigen Störungen des Betriebsklimas sowie der Arbeitseffektivität und langfristig bei den Betroffenen zu schweren psychischen und physischen Belastungen. In einer beruflichen Mediation können Konflikte sowohl zwischen den Mitarbeitern untereinander als auch zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten gelöst werden. In diesen Zusammenhang gehören auch Fälle von Mobbing, für in einer Mediation Lösungen gefunden werden können. Die Probleme der Zusammenarbeit innerhalb oder zwischen Abteilungen und Teams können in Gruppenmediationen geklärt werden. Hierbei stehen meist die Verbesserung des Arbeitsklimas sowie der Umgang mit Entscheidungsprozessen und Konfliktsituationen im Zentrum des Klärungsbedarfs.
 In der
Wirtschaftsmediation stehen Interessenkonflikte zwischen Unternehmens- bereichen oder zwischen Betrieben zur Klärung an.

Familien und Partnerschaftsmediation bezieht sich auf die Regelung von familialen Konflikten in ehelichen, nichtehelichen und nachehelichen Beziehungen. 

Im Mediationsverfahren können Konflikte aus dem alltäglichen Zusammenleben ebenso gelöst werden, wie Konflikte in oder nach Trennungs- und Scheidungssituationen. Themen sind dabei u.a. Elternschaft, Sorge- und Besuchsrecht, Wohnsituation, Aufteilung von Hausrat und Familieneinkommen, Vermögensauseinandersetzungen, Erbschaftsangelegenheiten und Beziehungen zu Folgefamilien. Eine frühzeitige Mediation im Trennungsjahr kann hilfreich sein, dass die Probleme nicht ungeklärt bis zur eigentlichen Scheidung vor sich geschoben werden und dann eskalieren.

Auch in Nachbarschaftskonflikten kann mediativ vermittelt werden. Meist sind es auch hier unterschiedliche Bedürfnisse, die zu einem Streit geführt haben, der das nachbarschaftliche Miteinander erschwert oder unmöglich macht. Mediation zielt auf eine Einigung, bei der die Interessen aller Beteiligten gleichermaßen berücksichtigt werden können. 

In Bereich von Schule ist Mediation u.a. unter dem Stichwort ‚Konfliktlotsen-Modell‘ bekannt geworden. Dieses Modell zielt nicht nur auf die Klärung akuter Konflikte zwischen Schülern, sondern sieht sich auch als Teil der Schulkultur und der Gewaltprävention.

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